Header
 

Henriette Singer
geb. am 18.3.1916 in Wien – gest. unbekannt

Ausgrenzungsgrund: mosaisches Religionsbekenntnis

Studium: Henriette Singer war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im dritten Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte.

Professoren: Max Eisler

Promotion: -

Doktorvater: -

Dissertationsthema: -

Ad Personam: Henriette entstammte einer Ehe von Jossel und Rebekka Singer. Der Vater, geb. am 26.8.1885 in Buczacz, Galizien, war Schriftsetzer. Am 20.10.1939 wurde er nach Polen abgemeldet (erste Deportation von Wiener Juden nach Nisko, Polen). Er hatte Rebekka, geb. Tobias, am 28.7.1912 in Buczacz geehelicht. Sie starb am 15.2.1939 in Wien.
Henriette Singer war vom 30.5.1938 bis zum 22.12.1938 in der Rauscherstraße 19/1/21, 1200 Wien gemeldet. Danach gab es eine Abmeldung nach Holland, wobei Holland als Ausreiseland für England, USA, Kanada oder Palästina galt.

 

     

bearbeitet von

Marianne Jaklitsch, Gustav Schäfer und Veronika Mucha

 

Quellen
- Lehmann Adressenverzeichnis von Wien 1938, 1939
- Meldeauskunft der MA 8-Wiener Stadt und Landesarchiv vom 16.1.2009,
Zahl MA 8-Me 211/2009; Meldeauskunft vom 20.1.2009, gleiche Zahl
- Einsicht in das Matrikenbuch im Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde bei Herrn
Mag. Eckstein
- Besprechung mit Fr. Dr. Klamper und Recherche im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Datenbank und Dokumentation zur Shoa, Exildatenbank
- Archiv der Universität Wien, Nationale

Anmerkungen
Die Recherche bei folgenden Institutionen verlief erfolglos:
- Meldeauskunft des Zentralen Melderegisters bei der MA 62-Meldeservice: Es liegen über die Gesuchte keine Daten für eine Meldeauskunft (Anm.: in Österreich von 1976 bis dato) vor.
- Auskunft des International Tracing Service (IST) – Internationaler Suchdienst des Roten Kreuzes in Bad Arolsen, Deutschland, Frau Nicole Dominicus, vom 22.1.2009, Archiv-Nr. 802: kein Dokumentenhinweis aus 50 Millionen Hinweiskarten zu 17,5 Millionen Vertriebenen weltweit
- Recherchen unter www.jewishgen.org, Österreichischer Nationalfond,
Jewishencyclopedia.com, 123people.com, Yad Vashem.de
- Passagierlisten von Schifffahrtslinien der Jahre 1938, 1939